Schlaf – Kulturell und individuell verschieden

Kinder brauchen viel Schlaf, damit sie in der Schule aufpassen und damit sie sich ganz generell gut entwickeln. Solche Aussagen gelten in Europa als gesicherte Erkenntnisse. Umso bemerkenswerter, dass kleine AsiatInnen im Durchschnitt 1-2 Stunden weniger schlafen und sie trotzdem ganz gut gedeihen. Koreanische SchülerInnen schlafen während Prüfungsphasen lediglich 4-5 Stunden und holen ihr Schlafmanko am Wochenende wieder nach. In Japan soll es sogar Lob geben, wenn den Schülern während den Schulstunden die Augen zufallen – offensichtlich waren sie in der Nacht zuvor fleissig.

Bemerkenswert! Schlaf ist unbestritten wichtig, aber wie viel genau es sein muss, ist sowohl individuell, als auch kulturell sehr verschieden. Ob die Koreaner und Japaner nach ihren durchlernten Nächten allerdings mehr im Kopf halten können, als die bestenfalls schlaffleissigen Europäer, ist fraglich, da man heute weiss, dass tagsüber Gelerntes erst im Schlaf ins Langzeitgedächtnis verschoben werden kann. Dabei gilt, je tiefer der Schlaf, desto besser fürs Gedächtnis. Geistig oder körperlich Erschöpfte schlafen und lernen also tendenziell besser, unruhige Bettpartner hingegen sind zumindest gedächtnistechnisch nicht empfehlenswert.

Quelle: Zeit

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