China – frisierte Wirtschaftsdaten

Chinas Wirtschaft werde auch im Weltwirtschaftskrisenjahr 2009 um 8% wachsen, so das offizielle Ziel der Regierung. Und weil in China Ziele verbindlich sind bzw. ein Scheitern ein Gesichtsverlust für die Funktionäre wäre, wird entsprechend nachgeholfen:

  • Arbeiter werden nicht entlassen, sondern “ermuntert” von selber zu kündigen und deshalb zählen sie nicht als Arbeitslose. Anstelle der offiziell 20 Millionen entlassenen Wanderarbeiter seien es deshalb eher 50 Millionen.
  • Produkte gelten als verkauft, sobald sie von der Fabrik wegtransportiert werden. Nun kaufen und verkaufen sich Staatsbetriebe gegenseitig ihre Waren und täuschen so den gemeldeten stark gestiegenen Konsum, der angeblich den geschrumpften Export kompensiere würde, vor.
  • Die Industrie ist angeblich stark gewachsen. Gleichzeitig ging der Stromverbrauch deutlich zurück, obwohl diese Zahlen normalerweise stark zusammenhängen.
  • Das Konjunkturprogramm von ca. 600 Milliarden $ wird in die offiziellen Statistiken eingerechnet, obwohl die Gelder noch gar nicht geflossen sind.

Fazit: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!

Quelle: http://www.foreignpolicy.com/articles/2009/09/03/how_china_cooks_its_books?page=0,0

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