Stromsparen – Lohnt sich nicht

Wenn angesichts des neu ins Bewusstsein gerückten Risikos von Atomkraftwerken und der schon länger im Bewusstsein vorhandenen Problematik der Klimaerwärmung eines klar wird, ist es die Erkenntnis, dass Elektrizität ein wertvolles Gut ist und in Zukunft eher teuer sein dürfte. Bei einem knappen und sich verknappendem Gut werden effiziente Verbraucher gefördert und belohnt – könnte man meinen und würde damit falsch liegen. In der Realität kostet Strom in der Schweiz für Stromsparer mehr und für Stromverschwender weniger. In anderen Worten wird vorbildliches Verhalten bestraft sowie Investitionen in sparsame Einrichtungen künstlich verzögert. Grund ist der sogenannte Grundtarif, der von allen bezahlt werden muss. Braucht man wenig Strom, macht er einen bedeutenden Teil der Rechnung aus, braucht man viel, wird er relativ unbedeutender.

Bemerkenswert! Natürlich ist verständlich, dass die Stromproduzenten den Absatz fördern wollen und gewissermassen Mengenrabatte geben. Das Problem sind nicht die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Überlegungen, sondern die Politiker, die solche Fehlentwicklungen des Marktes nicht korrigieren wollen. Genauer betrachtet sind aber auch die Politiker nicht das eigentliche Problem, sondern die Wählenden, die solche Politiker-Fehlbesetzungen bis jetzt nicht wirksam korrigieren wollten. Zum Glück kommt die nächste Korrekturmöglichkeit bereits Herbst in Form der Nationalratswahlen.

Quelle: NZZ

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