Hochgeschwindigkeitszüge – “Warum sollte heute noch jemand fliegen?”

Noch vor zwei Jahren reisten 90% der Geschäftsreisenden zwischen Barcelona und Madrid mit dem Flugzeug. Das veraltete Schienennetz und die verstopften Strassen waren keine ernsthaften Alternativen. Heute haben die Fluggesellschaften die Hälfte der Flüge gestrichen und die grosse Mehrheit nimmt den bequemen Hochgeschwindigkeitszug AVE, der die 500 km Strecke in etwas über 2h 30m schafft. Dabei ist der Zug  nicht etwa billiger – die Tickets kosten ca. 150 € und die geringere Umweltbelastung dürfte wohl eher ein angenehmer Nebeneffekt denn Hauptmotivation für den Umstieg sein. Der Grund ist ganz einfach: Zeit und Komfort. Kalkuliert  man Anfahrtswege und langwierige Sicherheitschecks auf Flughäfen ist der AVE eindeutig schneller, dies bei unvergleichlich mehr Bewegungsfreiheit. Der Zug ist daher eine Erfolgsgeschichte und wird laufend ausgebaut. Es wird geschätzt, dass das Flugzeug aus oben genannten Gründen in Europa für Strecken unter 800 km nicht mehr konkurrenzfähig sein wird. Auch China investiert immense Summen in Hochgeschwindigkeitszüge, nur Nordamerika hinkt hoffnungslos hintennach.
Eine positive Meldung aus dem Verkehrsbereich. Bemerkens-wert ist vor allem, dass die Eisenbahn mit dem Erfolg in mehreren grossen Ländern nun allmählich eine genügend grosse Dichte und Qualität erreicht, um dem Flugverkehr echt zu konkurrenzieren und die nach wie vor steigenden Mobilitätsbedürfnisse auf die bei weitem umweltschonendste Art und Weise zu befriedigen. Was ist jetzt noch fehlt, ist ein ähnlicher Erfolg für den Schienen-Güterverkehr. Der Strassentransport ist infolge Dieselsubventionen, geringen Löhnen und zu tiefen Strassenbenutzungsgebühren eindeutig zu billig und hängt die Güterzüge preislich und zeitlich ab. Europa müsste sich endlich zusammenraufen und entschlossen in die Modernisierung des Schienentransportes investieren und Anreize schaffen, diese Angebote auch zu nutzen. Dies würde nicht nur das Erreichen der CO2-Reduktionsziele massiv erleichtern, die Umweltbelastung von Alpentälern und städtischen Ballungsräumen entschieden reduzieren sowie die Abhängigkeit von Ölimporten verkleinern, sondern hätte auch für unverdrossene Autofahrer einen ganz praktischen  Nutzen: die Reduktion von mühseligen und volkswirtschaftlichen teuren Staustunden.

Noch vor zwei Jahren reisten 90% der Geschäftsreisenden zwischen Barcelona und Madrid mit dem Flugzeug. Das veraltete Schienennetz und die verstopften Strassen waren keine ernsthaften Alternativen. Heute haben die Fluggesellschaften die Hälfte der Flüge gestrichen und die grosse Mehrheit nimmt den bequemen Hochgeschwindigkeitszug AVE, der die 500 km Strecke in etwas über 2h 30m schafft. Dabei ist der Zug nicht etwa billiger – die Tickets kosten ca. 150 € und die geringere Umweltbelastung dürfte wohl eher ein angenehmer Nebeneffekt denn Hauptmotivation für den Umstieg sein. Der Grund ist ganz einfach: Zeit und Komfort. Kalkuliert man Anfahrtswege und langwierige Sicherheitschecks auf Flughäfen ist der AVE eindeutig schneller, dies bei unvergleichlich mehr Bewegungsfreiheit. Der Zug ist daher eine Erfolgsgeschichte und wird laufend ausgebaut. Es wird geschätzt, dass das Flugzeug aus oben genannten Gründen in Europa für Strecken unter 800 km nicht mehr konkurrenzfähig sein wird. Auch China investiert immense Summen in Hochgeschwindigkeitszüge, nur Nordamerika hinkt hoffnungslos hintennach.

Eine positive Meldung aus dem Verkehrsbereich. Bemerkens-wert ist vor allem, dass die Eisenbahn mit dem Erfolg in mehreren grossen Ländern nun allmählich eine genügend grosse Dichte und Qualität erreicht, um den Flugverkehr echt zu konkurrenzieren und die nach wie vor steigenden Mobilitätsbedürfnisse auf die bei weitem umweltschonendste Art und Weise zu befriedigen. Was ist jetzt noch fehlt, ist ein ähnlicher Erfolg für den Schienen-Güterverkehr. Der Strassentransport ist infolge Dieselsubventionen, geringen Löhnen und zu tiefen Strassenbenutzungsgebühren eindeutig zu billig und hängt die Güterzüge preislich und zeitlich ab. Europa müsste sich endlich zusammenraufen und entschlossen in die Modernisierung des Schienentransportes investieren und Anreize schaffen, diese Angebote auch zu nutzen. Dies würde nicht nur das Erreichen der CO2-Reduktionsziele massiv erleichtern, die Umweltbelastung von Alpentälern und städtischen Ballungsräumen entschieden reduzieren sowie die Abhängigkeit von Ölimporten verkleinern, sondern hätte auch für unverdrossene Autofahrer einen ganz praktischen Nutzen: die Reduktion von mühseligen und volkswirtschaftlichen teuren Staustunden.

Quelle: New York Times

Ähnliche Artikel:

There are no comments yet. Be the first and leave a response!

Leave a Reply

Wanting to leave an <em>phasis on your comment?

Trackback URL https://www.bemerkenswertes.ch/uncategorized/hochgeschwindigkeitszge-warum-sollte-heute-noch-jemand-fliegen/trackback/