Algerien – 40% nachhaltige Energie bis 2030

Algerien will sein Erdöl offensichtlich lieber teuer verkaufen als selbst verbrennen und setzt darum auf nachhaltige Energieproduktion. Mit 20 Milliarden US$ Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung soll deren Anteil am Energieverbrauch bis 2030 auf 40% steigen.

Bemerkenswert! Da spielt einiges zusammen. Ein enormes Potenzial für Sonnenenergie, brachliegende Flächen, die nur darauf warten mit Sonnenkollektoren überdeckt zu werden, grosse zur Verfügung stehende Mittel aus dem Erdölgeschäft und wie in autoritär regierten Staaten üblich, “problemlose” Bewilligungsverfahren für Hochspannungsleitungen. Resultat: eine überaus fortschrittliche und ehrgeizige Energiepolitik. Und dies im autoritär regierten, sozial instabilen, ärmlichen Algerien! Umweltschutzgedanken dürften da kaum im Vordergrund stehen, aber die Motivation ist hier nebensächlich. Sonnenenergie ist in Algerien ganz einfach konkurrenzlos billig. Vor allem dann, natürlich, wenn das eingesparte Erdöl teuer exportiert werden kann. Warum auch immer, das Beispiel zeigt, dass nachhaltige Energieerzeugung längt nicht mehr ein Privileg der wohlhabenden Länder ist, sondern sich zunehmend auch für “Armen” lohnt, die ihre wachsende Bevölkerung mit mehr Energie versorgen müssen. Damit wird sich das Marktpotenzial vervielfachen, die Preise weiterhin sinken und sich vielleicht sogar eine derartige Dynamik entfalten, dass bald niemand mehr ernsthaft über sündhaft teure Atomkraftwerke nachdenken wird.

Quelle: Treehugger

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