Transparenz – Schweiz verliert Plätze wegen unklarer Parteienfinanzierung

Eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Die Schweiz belegt weltweit den 9. Platz auf dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International. Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zum Vorjahr ist dies aber ein deutlicher Rückschritt – von 9 auf 8.7 Punkten. Negativ bewertet wurde insbesondere die intransparente Parteienfinanzierung. Die Schweiz ist das einzige demokratische Land, in dem politische Parteien ihre Geldquelle nicht offenlegen müssen, was Korruption begünstigt und ungleiche lange Spiesse schafft.

Bemerkenswert! Die bürgerlichen Parteien, allen voran die SVP, die gerne ihre Volksverbundenheit betont, wehrt sich gegen eine Offenlegung der Spender. So mutiert die Partei mutmasslich zum reinen Befehlsempfänger grosser Firmen oder reicher Einzelpersonen. So lange die Parteifinanzierung nicht transparent ist, muss man dies zumindest vermuten. Wäre es anders, gäbe es auch keinen Grund gegen Transparenz zu sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Volk die Gelegenheit bekommt und diese wahrnimmt der sogenannten “Volkspartei” zu zeigen, dass es eigentlich ganz gerne wissen möchte, wer die millionenschweren SVP-Plakatwände und die riesigen Wahlkampfbudgets, die die anderen Parteien wie arme Schlucker aussehen lassen, bezahlt.

Quelle: NZZ

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  1. […] Schweiz fällt zurück wegen intransparenter Parteifinanzierung […]

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