USA – Parlament in North Caroline verbieten Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Was tun, wenn wissenschaftlich breit abgestützte Erkenntnisse nicht ins eigene Weltbild passen und Verhaltensänderungen nahelegen? Während die meisten Menschen in Europa in einem solchen Fall die unangenehmen Erkenntnisse mehr oder weniger erfolgreich verdrängen, reicht dies den US-Republikanern nicht. Wozu haben sie denn zum Beispiel in North Caroline in beiden Parlamentskammern eine komfortable Mehrheit? Folgerichtig verabschiedeten die Gesetzgeber ein Gesetz, dass sämtliche nicht-linearen Klima- und Meeresspiegelkurven schlicht und einfach verbietet. Dies wurde “nötig”, nachdem wissenschaftliche Modelle einen zunehmend schneller ansteigenden Meeresspiegel voraussagten, die das Küstenmanagement vor erhebliche Probleme gestellt hätten. Nun aber wurde das Problem elegant per Gesetz aus der Welt geschafft.

Bemerkenswert! Es ist tatsächlich höchst bemerkens- bzw. bedauernswert, dass für US-Republikaner, die Wissenschaft eine politische regulierbare und manipulierbare Materie darstellt. In ihrer ganzen Radikalität gibt es offenbar keinen Platz für eine unabhängige, an Fakten orientierte Forschung. Besonders schlimm: während ähnlich engstirnige Denkverwandte ohne grossen Einfluss zum Beispiel in pakistanischen Stammesgebieten leben, drückt die hier besprochene US-Variante der Aussen- und Umweltpolitik der mächtigsten und einflussreichsten Nation dieses Planeten ihren Stempel aus. Noch praktischer wäre aber natürlich, gleich die Andersdenkenden zu verbieten. Eine bemerkenswert beunruhigende Vorstellung!

Quelle: New Scientist

 

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