Ungleichheit – Bürger schätzen weit daneben

Befragt man die US-Amerikaner nach der geschätzten und nach der gewünschten Ungleichheit bezüglich Vermögen (wie viel des gesamten Vermögens haben bzw. sollen die 20% Reichsten haben) bekommt man interessante Antworten. Geschätzt wurde, dass der reichste Fünftel 59% des Volksvermögens kontrolliert, als Ideal wurden angegeben, dass die Wohlhabendsten nicht mehr als über 32% verfügen sollten. Fast noch bemerkenswerter als die grossen Unterschiede zwischen Schätzung und Wunsch ist allerdings der Vergleich mit der Wirklichkeit. Tatsächlich besitzen die reichsten 20% der US-Amerikaner 84% des gesamten Vermögens.

Bemerkenswert! Eine klare Mehrheit ist unzufrieden mit einer bestimmten Situation und wählt dann aber vorwiegend PolitikerInnen, die genau das Gegenteil tun, respektive geht gar nicht wählen! Da wie bereits hier gezeigt, die Armen nicht genügend vom Reichtum der wenigen Superreichen profitieren (Stichwort: Trickle-Down-Mythos) ist diese massive Ungleichheit ein echtes soziales Problem. Geld wird von Menschen angehäuft, denen Mehrbesitz in den meisten Fällen schon lange aufgehört hat, Mehr-Zufriedenheit zu bescheren und fehlt anderen, die damit ihre Lebenssituation verbessern könnten. Die Erbschaftssteuer wäre eine Möglichkeit Vermögen, das niemandem mehr gehört – und auf das zumeist auch niemand angewiesen ist – an die Allgemeinheit zurückfliessen zu lassen. Im Gegenzug könnten dann zum Beispiel Konsumsteuern gesenkt werden, die arme Menschen und Familien weit überproportional belasten. Bemerkens-wertes Fazit: Es würde sich für alle lohnen darüber nachzudenken, welche Politiken man will und dann die Politiker ins Amt wählen, die die gewünschte Politik auch umsetzen. Die nächste Gelegenheit dazu kommt bald!

Quelle: New York Times

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