Desinfizieren – Speichel hilft meistens

Was jedermann bei einer Wunde instinktiv tut, macht auch Sinn: Ablecken. Hier die Erklärung dazu: Speichel enthält verschiedene blutstillende und desinfizierende Substanzen und säubert natürlich auch die Wunde. Das “meistens” im Titel bezieht sich auf rare Fälle, wo sich im Speichel befindliche Bakterien in der Wunde breitmachen und diese ihrerseits infizieren. Menschen mit arg geschwächtem…

Spiegel – Aussenseitermeinung zum Klimawandel

Der Spiegel, Inbegriff des kritischen Journalismus, hat in Sachen Klimapolitik eine ganz dezidierte Meinung: Es gibt ihn nicht. Auch wenn der Grossteil der Fachautoren überzeugende Belege dafür anführt, sucht und findet Spiegel selbsternannte Experten, die das Gegenteil behaupten. Wenn man sich die von Spiegel immer wieder zitierten drei “Klimaexperten” näher anschaut, so stellt man fest,…

Ölkatastrophe – Wie BP seine Glaubwürdigkeit verspielt

Als wäre das Öl an der Oberfläche nicht genug schlimm, haben Forscher jetzt nachgewiesen, dass der grösste Teil des Öls aufgrund eines massiven Chemikalieneinsatzes gar nicht an die Oberfläche gelangt, sondern als schmierige Giftwolke im Meer schwebt. Dieses Öl ist ausserordentlich schädlich, weil sein natürlicher Abbau dem Wasser ohnehin schon spärlichen Sauerstoff entzieht und weite…

Intelligenz – Nutzloses Gehirntraining

Gehirntrainingsspiele sind beliebt. Mit wissenschaftlichem Vokabular preisen sie nichts weniger als das Senken des geistigen Alters. Wer möchte das nicht, und wem wären die dafür fälligen 2-3 € beim Kauf einer iPhone-App zu viel? Wenn der Leser diese Frage mit: ”ist mir egal” und ”kaufe ich nicht” beantwortet, ist er damit nicht repräsentativ. Wenig erstaunlich,…

Psychologie – Warum Bussen zu mehr Regelverstössen führen können

Weil täglich ca. 10 Eltern ihre Kinder nicht rechtzeitig aus der Krippe holten, führte eine israelische Krippe ein geringe Busse ein. Die Folge war aber wider Erwarten, dass nun regelmässig 20 Eltern zu spät erschienen. Wissenschaftler erklären dieses Phänomen durch das Ersetzen von Sozial- durch Marktnormen. Ohne Bussen fühlten die Eltern sich moralisch verpflichtet, die…

Ernährung – Immer mit der Ruhe

Das Essen hinunterzuschlingen sei ungesund. In diesem Ratschlag steckt neben elterlicher Fürsorge – wie eine neue Studie zeigt – auch eine Portion Wahrheit. Gemäss Forschern der Universität Athen ist die Konzentration von Sattheitshormonen deutlich höher, wenn man eine Portion Eis anstatt in fünf Minuten in 30 Minuten isst. Als Fazit ergibt sich so folgende Gleichung:…

Bionik – Haifischhaut anstatt Chemiekeule als Schutz für Schiffsrümpfe

Muscheln und Algen an Schiffsrümpfen sind ein umweltschützerisches Dilemma. Entweder verhindert man sie mit hochgiftigen Chemikalien oder man lässt sie wachsen, was den Gleitwiderstand des Schiffes und damit den Treibstoffverbrauch massiv erhöht. Abhilfe schafft eine neuentwickelte, der Haifischhaut nachempfundene Beschichtung. Ihre Zähnchen und Rillen halten die bremsenden Trittbrettfahrer wirkungsvoll ab – vollkommen giftfrei. Eine klassische…

Klimawandel – Kühles Europa in einer sich erwärmenden Welt

Der hierzulande eher kühle Winter mit relativ viel Schnee lässt manche Leute an der Existenz des Klimawandels zweifeln. Fakten schaffen die neuesten Zahlen der NASA zur weltweiten Temperaturentwicklung in diesem Winter. Weniger überraschend lässt sich aus dem Klima in Europa nicht auf die Welt schliessen. Der diesjährige Winter ist weltweit betrachtet sogar der Zweitwärmste seit…

Hirnforschung – Siesta für die Leistungsgesellschaft

Eine neue Studie bestätigt eine alte Weisheit. Ein Mittagsschläfchen ist nicht etwa ein Zeichen von Faulheit und fehlendem Arbeitseinsatz, sondern von kluger Zeiteinteilung und grösser Leistungsfähigkeit in den Nachmittagsstunden. Eine Erkenntnis, in jahrtausendelangen Selbstversuchen in südlichen Ländern gereift, wird nun auch in leistungsorientierten westlichen Unternehmen, dort, wo die ”Besten” bisher Überstunden wie Trophäen sammelten, zur…

Wissenschafte Publikationen – Wieder Klasse statt Masse

Bei Anträgen auf Forschungsgelder oder bei Bewerbungen zählt in wissenschaftlichen Kreisen häufig vor allem ein Kriterium: die Anzahl Publikationen. Getrieben von fragwürdigen Universitätsrankings, die die Anzahl Veröffentlichungen sehr stark gewichten, stehen die Forscher unter einem immensen Produktionsdruck. Um mitzuhalten, sind sie häufig gezwungen ihre Arbeiten in mehrere kurze Papiere aufzuteilen, kleinste Teilergebnisse einzeln zu veröffentlichen…