England – Familienplanung zwecks Klimaschutz

Eine weitere Idee um den langfristigen CO2-Ausstoss zu senken: In Verhütungsmittel investieren! Pro Jahr werden aus ungewollten Schwangerschaften 80 Millionen Kinder geboren, die dann ihrerseits Rohstoffe und Energie verbrauchen. Hätten alle Frauen, die dies wünschen Zugang zu Empfängnisverhütungsmitteln würden bis 2050 34 Milliarden Tonnen CO2 weniger ausgestossen. Die Kosten sind dabei verhältnismässig gering. Eine Tonne CO2-Reduktion durch Familienplanung kostet 7 US$ gegenüber 32 US$, die man für denselben Spareffekt in alternative Energiequellen investieren muss. Darüber hinaus hat Bevölkerungskontrolle natürlich auch noch zahlreiche weitere positive Folgen für Entwicklung, Gesundheit, Chancengleichheit für Frauen und Umwelt in Entwicklungsländern.

Widerstand ist eigentlich nur von zwei Seiten zu erwarten. Erstens, wohl von der katholischen Kirche, die bei Verhütungsmitteln bekanntlich eine nicht mehr ganz zeitgemässe Position vertritt. Zweitens, gewisse Amerikaner, die zumindest unter Bush steif und fest glaubten (und diese Position auch in ihrer Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig erfolglos anwandten), dass man das Bevölkerungswachstum mittels Predigen von Enthaltsamkeit in den Griff bekommen kann. Übrigens: Sogar das iranische Regime begreift das besser. Dort werden Verhütungsmittel vom – ansonsten durchaus zweifelhaftem – Regime gefördert.

Quellen:

http://www.economist.com/world/international/displaystory.cfm?story_id=14488619&fsrc=rss

http://www.optimumpopulation.org/reducingemissions.pdf

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