USA – CO2 mit Holzkohle binden

Eine Gruppe Forscher in den USA sieht in der Holzkohle das neue Mittel gegen die Klimaerwärmung. Sie plant Holzkohle in grossem Stil in die Böden einzupflügen. Dort würde sie dann relativ stabil verbleiben und das in ihr gespeicherte CO2 wäre dem Kreislauf jahrelang entzogen. Als angenehmen Nebeneffekt stiege die Bodenfruchtbarkeit an und die Kunstdüngermenge könnte merklich reduziert werden.

Nur, wo bekommt man plötzlich gigantische Mengen Holzkohle her, ohne dabei weitere wertvolle Wälder abzuholzen oder die Nahrungsmittelproduktion auf bestehenden Böden zu konkurrenzieren?

Der Verdacht drängt sich auf, dass es hier um einen weiteren typischer amerikanischen Versuch handelt, nicht die Ursache für die Klimaerwärmung anzugehen sondern mit – ungeeigneten und mehr Probleme schaffenden als lösenden – technischen Mitteln versucht wird, die Folgen zu mindern. Der Versuch die Meere mit Eisen zu düngen und dann damit CO2 absorbierende Algen zu fördern, war ein weiterer ähnlicher Fehlschlag. Der zerstörerische Lebensstil wird nicht als das Problem erkannt und behandelt, sondern weiterhin als unveränderliche Tatsache hingenommen. Die Technik bietet sicherlich sinnvolle Lösungsansätze, aber eher für die unumgängliche deutliche Reduktion der Treibhausemissionen.

Quellen:

http://www.economist.com/sciencetechnology/displaystory.cfm?story_id=14302001&fsrc=rss

http://www.zeit.de/online/2009/13/lohafex-beendet

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