Mehr Investitionen für nachhaltige als für fossile Energieträger

2010 wurde weltweit, man höre und “bemerke”, mehr Geld in nachhaltige Energien investiert, als in fossile Energieproduktion. Trotz der Wirtschaftskrise waren es insgesamt 187 Milliarden US$. Es ist offensichtlich, dass nun niemand mehr von einem Nischenmarkt sprechen kann, die Investoren glauben jedenfalls daran und sie rechnen meistens ziemlich genau. Ganz im Gegensatz zu einigen hartnäckig…

Luftqualität in Peking – Bessere Luft für Chinas Funktionäre

Mit einigem Abstand zu den Olympischen Spielen steigt in Peking die gefühlte Luftverschmutzung auf Rekordwerte. Offizielle Luftmessungen orientieren sich nach politischen und weniger nach physikalischen Regeln und werden entsprechen auch nur von Staatsmedien ernst genommen. Die einzig zuverlässige Messstation steht auf dem Gelände der US-Botschaft – die erschreckenden Werte können im Internet abgelesen werden. Offensichtlich…

Atomstrom – Teure Entsorung führt zu teurem Strom

Gemäss Swissnuclear wurden bisher die Kosten für die Entsorgung der schweizerischen Atomkraftwerke massiv unterschätzt. Neu rechnen die Vertreter der Atomindustrie mit 20.6 Milliarden Franken – bis jetzt wird allerdings jährlich deutlich zu wenig in den Entsorgungsfonds eingezahlt, um bis zur Stilllegung der Kraftwerke diese Summe beiseite gelegt zu haben. Durch die nun markant zunehmenden Rückstellungen…

Algerien – 40% nachhaltige Energie bis 2030

Algerien will sein Erdöl offensichtlich lieber teuer verkaufen als selbst verbrennen und setzt darum auf nachhaltige Energieproduktion. Mit 20 Milliarden US$ Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung soll deren Anteil am Energieverbrauch bis 2030 auf 40% steigen. Bemerkenswert! Da spielt einiges zusammen. Ein enormes Potenzial für Sonnenenergie, brachliegende Flächen, die nur darauf warten mit Sonnenkollektoren überdeckt zu…

Schiefergas – Wirtschaftlich und ökologisch fragwürdig

Die Erschliessung von Schiefergasvorkommen erlebt in den USA und Kanada einen riesigen Aufschwung und könnte einigen Quellen zufolge gar die wichtigste primäre Energiequelle warden.  Allerdings gibt es auch einige ernst zu nehmende Bedenken bezüglich wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit. Zum einen gibt es hinter vorgehaltener Hand Berichte über rasch sinkende Produktion in sehr vielen erst kürzlich erschlossenen Felder,…

China – Kraftwerke fahren Produktion zurück, um Verluste zu vermeiden

Chinas erfolgreiches Entwicklungsmodell stösst auf neue Herausforderungen. Steigende Inflation und eine auf tiefe Energiepreise angewiesene Industrie machen es den zentralen Planer immer schwerer, Strompreise wie gewünscht konstant zu halten oder zumindest nur sehr langsam ansteigen zu lassen. Eigentlich sollte man meinen, dies sei in einer Planwirtschaft ein Leichtes, schliesslich müssen die staatlich kontrollierten Kraftwerke den…

Atomenergie – Russische Wiederaufbereitungsanlage Mayak bleibt unzugänglich

Seit dem Atomunfall in Fukuyama kann man sich nicht nur den Begriff Restrisiko bildlich vorstellen, sondern hinterfragt auch andere Aspekte der Atomindustrie etwas kritischer. Aktuell geht es um die Wiederaufbereitung von Atommüll. Wie andere europäische Staaten auch lassen die Schweizer Atomkraftwerk-Betreiber abgebrannte Brennstäbe im russischem Mayak aufbereiten, wofür sie von Umweltorganisationen stark kritisiert werden. Die…

Windenergie – Zu viel Strom im Nordwesten der USA

Grosse, jetzt schmelzende Schneemengen schaffen im Nordwesten der USA ein Problem. Die Stauseen sind randvoll, das Wasser kann scheinbar aus Fischschutzgründen nicht einfach überlaufen gelassen, sondern muss durch die Turbinen geleitet werden und die Wasserkraftwerke decken deshalb den gesamten Bedarf an flexible Energie. Die Folge davon ist, dass nun zahlreiche Windkraftwerke ihren Strom nicht mehr…

Kohleenergie – Mikronesien verklagt Tschechien

In der Tschechei, das seine Elektrizität zu über 60% aus Kohlekraft gewinnt, soll eines der europaweit grössten Kohlekraftwerke neu gebaut werden. Seine CO2-Emissionen werden 40 Mal grösser sein als diejenigen der gesamten Bevölkerung Mikronesiens. Dieser Inselstaat, der mehrheitlich nur einen Meter über Meeresspiegel liegt, wird beim erwarteten (und sich messbar beschleunigenden) Anstieg des Meeresspiegels infolge…

Erdöl-Industrie in den USA – Trotz riesigem Staatsdefizit weiterhin Steuerreduktionen

Zwei Zahlen wachsen in den USA unaufhaltsam: das Budget-Defizit, das sich 2011 auf über 1500 Milliarden Dollar belaufen wird und die durch Steuererleichterungen in der Höhe von jährlich 20 Milliarden Dollar begünstigten Gewinne der Ölindustrie. Diese verursacht also einerseits grosse, der Gesellschaft aufgebürdete Umweltrisiken (wer kann sich noch an den Unfall im Golf von Mexiko erinnern?),…