USA – Haarsträubende von Republikanern geglaubte Gerüchte

Die US-amerikanische Gerüchteküche geht hoch und insbesondere den Republikaner nahestehenden Personen haben anscheinend Mühe die von konservativen Medien verbreitete Verschwörungstheorien kühl als – stillose – politische Propaganda zu erkennen. So glauben 57% der Republikaner, dass Obama insgeheim ein Muslim (aus ihrer Sicht wohl der Inbegriff des ultimativ Bösen) sei, 51%, dass er die US-Souveränität an eine ”Weltregierung” abtreten will, 45% dass er gar nicht in den USA geboren ist, und deshalb illegitimerweise gewählt wurde. 42% sind davon überzeugt, dass er ein Rassist (!!) sei, 41% denken er würde selber terroristische Attacken inszenieren um sich die Macht zu sichern und 38% sind der Ansicht, er mache viele Dinge, die auch Hitler gemacht habe. Ausserdem bemerkenswert: für 24% ist er der ”Antichrist”.

Die Grössenordnung dieser Zahlen – selbst wenn sie nicht auf die letzte Kommastelle stimmen, ist beunruhigend. Sie zeigen neben der prekären Spaltung der politischen Lager in den USA vor allem auch die tief gehende Verunsicherung beträchtlicher christlich-konservativer Bevölkerungsteile, ihre Empfänglichkeit auch für die absurdesten Theorien und ihr weitgehender Realitätsverlust. Angesichts dieser wenig konstruktiven Stimmung ist es wenig verwunderlich, dass die republikanischen Abgeordneten zu keinen Kompromissen bereit sind und – häufig wider allem Common Sense – eine absolute Verhinderungspolitik betreiben und das politische System lähmen. Diese Haltung ist deshalb besonders effektiv und zerstörerisch, weil das US-System keine klaren Mehrheiten schafft und darum ohne die Zusammenarbeit der Parteien nicht richtig funktionieren kann.

Quelle: Globalethics

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