Ein Drittel der Deutschen schluckt regelmässig Vitamintabletten – wie jetzt bewiesen wurde, nicht nur unnötigerweise und grundlos, sondern mit erheblichen gesundheitlichen Risiken. Zwar sind Vitamine lebensnotwendig, können aber im Übermass verschiedene Krebsarten auslösen. Darüber hinaus ist die benötigte Vitaminmenge deutlich geringer als die bisher grob und im Interesse der Pillenhersteller grosszügig geschätzten Werte. Anscheinend braucht der Mensch nicht einmal eine besonders gemüse- und früchtereiche Ernährung, um genügend Vitamine aufzunehmen. Erfunden wurde die Mär von der angeblich konstanten Vitamin-Unterversorgung von der Marketingabteilung der Pharmaindustrie, die in den 30er Jahren immer mehr Vitamine zu isolieren vermochte, aber kein medizinisches Anwendungsgebiet fand.
Was der gesunde Menschenverstand schon immer wusste, ist jetzt auch wissenschaftlich bestätigt: Ein gesunder, sich durchschnittlich ernährender Mensch braucht keine Tabletten. Positiv daran ist, dass wir ganz offiziell auch ohne Pharmaindustrie gesund bleiben und nicht täglich grundlos solche Tabletten schlucken müssen. Positiv ist diese Meldung insbesondere, weil sie die irrige Meinung widerlegt, per Pilleneinwurf allerlei tatsächliche oder eingebildete Zivilisationskrankheiten, mangelnde Bewegung oder Fehlernährung kompensieren zu können. Dazu gibt es nur ein Mittel: das Übel an der Wurzel packen und den Lebensstil anpassen.
Quelle: Zeit
In den USA treibt das Urheberrecht skurrile Blüten. Sich anscheinend sehr wichtig vorkommende Professoren in Harvard, Universität von Texas und anderen Universitäten versuchen ihre Ideen zu einem bestimmten Thema zu schützen und lassen ihre Studenten Erklärungen unterschreiben, in denen klargestellt wird dass: Vorlesungsnotizen (nur eine Kopie) erlaubt, Informationen aber nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt, die Weitergabe in jeder Form und insbesondere geschäftlicher Nutzen untersagt sind. Damit versuchen die Urheberrecht-Anhänger zu verhindern, dass Studenten in kapitalistische Moral zersetzender Art und Weise einander helfen, sich austauschen und ihre Erkenntnisse vertiefen. Auch das Anwenden des Gelernten in einem späteren Beruf wäre theoretisch nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung des Ideengebers möglich – eine absurde Situation.
Die Professoren haben offensichtlich selber die zentrale Idee von Bildung nicht verstanden: Informationen weitergeben, mit-teilen, sich mit einem Thema auseinandersetzen, verschiedene Ideen, Ansätze, Meinungen mit-einander verknüpfen, sich aus-tauschen damit wiederum neue Ideen entstehen können. Der Gedanke, dass man Ideen derart schützen und den Austausch einschränken müsste, spricht überdies für ein schlechtes Gedächtnis und Geschichtsverständnis. Die Professoren haben ja ihre akademische hohe Ausbildung und Position nur erreicht, weil sie frei verfügbare Ideen von Generationen von Denkern abgeltungsfrei benützen durften und zu Neuen kombinieren konnten. Die ganze westliche Gesellschaft basiert auf Arbeitsteilung und Spezialisierung, die auf die möglichst ungehinderte Weitergabe von Erfahrung und Informationen angewiesen ist. Indem sie dies urheberrechtlich unterbinden wollen, untergraben die Professoren die Basis ihres eigenen Wohlstandes. Dies wird zwar ihnen persönlich nicht mehr schaden, wohl aber der Gesellschaft, der sie eigentlich verpflichtet wären. Ein so egoistisches und kurzsichtiges Verhalten lässt vermuten, dass die Professoren selber einige wichtige Lektionen in “gesunder Menschenverstand” und “öffentlichem Interesse” verpasst haben oder vielleicht aus Angst vor Copyrights-Klagen nicht anzuwenden wagen.
Quelle: Von Mises-Institute
Während eines heissen Tages gibt es nichts Besseres als eine kühle Dusche. Könnte man meinen und ist auch nicht ganz falsch. Allerdings, wie uns dieser Artikel lehrt, auch nicht ganz richtig. Das Hitzeempfinden des Körpers und seine Schwitzreaktion darauf, reagieren auf verschiedene Sensoren. Die Körpertemperatur ist wichtig, allerdings wird präventiv auch die Hauttemperatur, als Anzeiger der zu erwartenden Temperaturveränderung, berücksichtigt. Ein längeres Bad kühlt zwar tatsächlich den Körper ab, und senkt die Schweissproduktion – eine kurze kalte Erfrischung bleibt allerdings nur oberflächlich auf die Haut beschränkt. Obwohl der Körper noch heiss ist, reagiert er auf die Meldung der Hautsensoren und heizt vorsorglich schon mal tüchtig. Schliesslich will er gewappnet sein, wenn sich die Umgebungstemperatur wie angekündigt massiv senkt.
Wer schon mal gleich nach einer kalten Dusche in Schweiss gebadet wurde, weiss jetzt warum. Die Temperaturkontrollfunktionen sind intelligent und funktionieren präventiv. Dies, ganz im Gegensatz zur Menschheit als Ganzes. Würde der Körper so kurzsichtig und kurzfristig auf Temperaturschwankungen reagieren, wie wir auf die sich abzeichnende Klimaerwärmung, wäre er stets überhitzt oder unterkühlt und wir würden wohl beim ersten Wintereinbruch jämmerlich erfrieren. Wir sollten uns also an uns selbst ein Vorbild nehmen und in unserem eigenen Interesse beginnen, langfristig zu denken und entsprechend zu handeln.
Was ist die beste Antwort auf ständig leere Batterien? Ganz einfach: keine Batterien mehr. Es tönt fast zu gut, um wahr zu sein, könnte aber bald Realität werden. Wenn es nach den Vorstellungen von Nokia geht, können sich Mobiltelefone in absehbarer Zeit selbstständig mittels Anzapfen um uns herumschwirrender elektromagnetischer Wellen (Funkwellen, Radiowellen, drahtlose Internetstationen, Telefonsignale, etc.) mit Energie versorgen können. Jede einzelne dieser Energiewellen ist sehr schwach. Kann man aber eine grosse Bandbreite empfangen, könnte eine beachtliche Leistung zusammenkommen. Bereits heute können kleine Sensoren so kabellos durch die Luft mit Energie versorgt werden – in naher Zukunft kann man mit dieser Technik möglicherweise den Pufferspeicher effizienter Mobiltelefone ständig nachladen.
Wer stand schon einmal mit leerem Akku da und durfte nicht ganz freiwillig die nichterreichbarkeitsbedingte Ruhe geniessen? Neben diesem positiven Nebeneffekt kann eine solche Situation wirklich unangenehm sein und ihre zukünftige Vermeidung ein unbestrittener Komfortgewinn. Daneben gibt es aber auch noch den sehr begrüssenswerten Aspekt des Energiesparens. Kann man alle oder zumindest einige der kleinen elektronischen Helferlein mit Energie betreiben, die sowieso in die Umgebung abgestrahlt wird, lassen sich beträchtliche Menagen an Strom, Geld und Emissionen einsparen.
Quelle: Economist
Was jedermann bei einer Wunde instinktiv tut, macht auch Sinn: Ablecken. Hier die Erklärung dazu: Speichel enthält verschiedene blutstillende und desinfizierende Substanzen und säubert natürlich auch die Wunde. Das “meistens” im Titel bezieht sich auf rare Fälle, wo sich im Speichel befindliche Bakterien in der Wunde breitmachen und diese ihrerseits infizieren. Menschen mit arg geschwächtem Immunsystem sollten die Instinkthandlung also besser unterdrücken. Desgleichen gilt für Eltern und ihre Kinder. Das fürsorgliche Ablecken durch die Erzeuger könnte dem Nachwuchs unerwünschte Bakterien übertragen, auf dessen Abwehr er sich noch nicht versteht.
Quelle: Zeit