Quelle: New Scientist
Quelle: New Scientist
Bemerkenswert: Anstatt sich wie bis anhin die Zeit frei von Statusupdates über den Wolken mit Büchern totschlagen zu müssen, kann man nun seine Facebook-Timeline unterbrechungsfrei weiterbefüllen. Wie es scheint, ist der Zufall bei der Wahl von Gesprächspartner definitiv nicht mehr gut genug. Es gilt keine Zeit zu verlieren und auf die Flugzeit möglichst effizient zum Networking oder Blinddating (wobei zumindest Facebook mit allen Augen zuschaut) zu nutzen. Das kann wohl tatsächlich beträchtlich interessanter sein, als die gemäss statistischen Regeln, meistens nur bedingt anbandelungstauglichen Zufallsbekanntschaften. Trotzdem erzeugt die Vorstellung zumindest beim noch nicht völlig Facebook-Erlegenen ein diffuses Unwohlsein. So ist doch Facebook durchaus nicht frei von Eigeninteressen – neue Geschäftsfelder winken. Man stelle sich vor, finanzkräftige Fluggäste fliegen schon bald in Begleitung attraktiver BegleiterInnen, die ihnen neben allerhand Seichtem so per Zufall auch von ihrer neuesten tollen Alarmanlage oder dem noch nicht im Meer versunkenen Hotelressort auf den Malediven “erzählen”. Wünsche notabene, die die potenziellen Kunden bis jetzt “nur” Facebook” anvertraut haben. Privatsphäre-Anwalt hingegen dürften in Zukunft wohl vermehrt alleine sitzen.
Quelle: Die Zeit
Mit einigem Abstand zu den Olympischen Spielen steigt in Peking die gefühlte Luftverschmutzung auf Rekordwerte. Offizielle Luftmessungen orientieren sich nach politischen und weniger nach physikalischen Regeln und werden entsprechen auch nur von Staatsmedien ernst genommen. Die einzig zuverlässige Messstation steht auf dem Gelände der US-Botschaft – die erschreckenden Werte können im Internet abgelesen werden. Offensichtlich vertrauen auch die höchsten chinesischen Funktionäre lieber den US-Amerikanern als der eigenen Propaganda und während die Pekinger dem Gestank ungeschützt und wehrlos ausgeliefert sind, lässt sich die Regierung ganz unauffällig hunderte von Luftreinigungsgeräten installieren.
Bemerkenswert! Auch im Staatskapitalismus chinesischer Prägung sind definitiv einige etwas gleicher als die Anderen. Die Massnahme der Mächtigen ist dennoch empörend! Vor allem, weil spätestens seit den Olympischen Spielen bekannt ist, dass die Luftverschmutzung kontrollierbar ist und man ausserdem davon ausgehen kann, dass Chinas autoritäre Führung durchaus Fabriken und Verkehrsflüsse unkompliziert und schnell per Dekret regulieren kann. So bleibt den Chinesen die bittere Erkenntnis, dass ihre Regierung für ein bisschen zusätzliches Wirtschaftswachstum eine extreme Luftverschmutzung und hunderttausende von vorzeitigen Todesfällen ((gemäss einer WHO-Studie aus 2007, 700’000 vorzeitige Todesfälle jährlich in ganz China) bewusst in Kauf nimmt, während sie für sich selbst saubere Luft produzieren lässt.
Quelle: Courrier International
Gemäss Swissnuclear wurden bisher die Kosten für die Entsorgung der schweizerischen Atomkraftwerke massiv unterschätzt. Neu rechnen die Vertreter der Atomindustrie mit 20.6 Milliarden Franken – bis jetzt wird allerdings jährlich deutlich zu wenig in den Entsorgungsfonds eingezahlt, um bis zur Stilllegung der Kraftwerke diese Summe beiseite gelegt zu haben. Durch die nun markant zunehmenden Rückstellungen…
Ein neues iPhone-Programm macht die Runde. Vibe dürfte sich besonders unter all den verschiedensten Revolutionären, die momentan auf dieser Erde aktiv sind, schnell grosser Beliebtheit erfreuen. Die App erlaubt das Senden von anonymen Botschaften je nach Wahl an die nähere (50 Meter) bis weitere (40’000km = die Erde) Umgebung und dies ohne irgendwo ein Benutzerkonto…
Wer würde das denken? In einem medialen Trommelfeuer sondergleichen wird die europäische Wirtschaftskrise beschworen, will man der Endzeitstimmung glauben steht der Euro-Raum am Abgrund. Und nun dies, Polen möchte gerne dabei sein, möchte genau diese Krisenwährung haben! Ein Abseitsstehen hat für das Land gewichtige Nachteile, Investoren vertrauen niemandem mehr, taumelnden Euroländern nicht, aber eben auch…